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Quagga-Muschel – eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gewässer

Die Quagga-Muschel ist eine ursprünglich nicht heimische Süßwassermuschel, die sich in den vergangenen Jahren in vielen europäischen Gewässern stark ausgebreitet hat. Sie ist ein hoch effizienter Filtrierer und kann große Mengen an Plankton aus dem Wasser herausfiltern. Dadurch greift sie massiv in die Nahrungspyramide der Gewässersysteme ein.

Dave Brenner, University of Michigan School for Environment and Sustainability, CIGLR Lake Erie Quagga mussel research (2017), CC BY 2.0.

Wird ein Gewässer einmal besiedelt, kann dies zu einem drastischen Rückgang der natürlichen Nahrungsmengen für Fische führen – im schlimmsten Fall bis hin zu einem ökologischen Zusammenbruch des betroffenen Seesystems.

Nach aktuellem Wissensstand ist die Quagga-Muschel in der Steiermark noch nicht etabliert. Genau deshalb ist jetzt der entscheidende Zeitpunkt für konsequente Prävention, denn eine einmal erfolgte Ausbreitung ist praktisch nicht mehr rückgängig zu machen.

Die Ausbreitung der Quagga-Muschel erfolgt über mikroskopisch kleine Larvenstadien, die im freien Wasser treiben und so unbemerkt mit Wasser, Booten oder Ausrüstung von einem Gewässer in das nächste verschleppt werden können.

Wir ersuchen daher alle Fischerinnen und Fischer um größte Sorgfalt bei der Gewässernutzung:

  • Geräte, Boote und Ausrüstung reinigen und desinfizieren, bevor sie in ein anderes Gewässer verbracht werden
  • Oder Ausrüstung vollständig trocknen lassen, bevor sie in einem anderen Gewässer wiederverwendet wird
  • Kein Wasser von einem Gewässer in ein anderes übertragen (z. B. in Kübeln)
  • Hinweis: In Nachbarbundesländern ist die Quaggamuschel bereits in einigen Seen etabliert – umso wichtiger ist es, eine weitere Ausbreitung zu verhindern

Eine Einschleppung in steirische Gewässer hätte massive ökologische und fischereiwirtschaftliche Folgen und würde unsere heimischen Gewässer nachhaltig verändern. Nur durch konsequente Vorsorge kann verhindert werden, dass sich dieses Problem auch bei uns etabliert.

Der Landesfischereiverband Steiermark appelliert daher eindringlich an alle Gewässernutzer: Helfen Sie mit, unsere Seen und Fließgewässer vor dieser invasiven Art zu schützen.

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